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Godly Play / Gott im Spiel mit Kindern

Kinder – auch schon ganz junge - sind Sinn-Erkunder. Geschichten und Spiel helfen ihnen, den Geheimnissen des Lebens auf die Spur zu kommen und ihre persönlichen Gottesvorstellungen zu entwickeln.

Kindergarten / KiTa
Kindergottesdienst / Kinderkirche
Kindergruppen in der Gemeinde / Christenlehre
RU in der Grundschule

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Godly Play / Gott im Spiel mit Jugendlichen

Identität entwickelt sich in Auseinandersetzung. Godly Play hilft, den Gottesglauben ethisch und existentiell herauszufordern. Geschichten zeigen Optionen und Lebensmodelle. Das Wagnis der Freiheit wird mit Händen greifbar.

KonfirmandInnen
Weiterführende Schulen

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Godly Play / Gott im Spiel mit Erwachsenen

Ihre Erfahrungen vorwärts und rückwärts reflektierend, fragen Erwachsene nach ihrer Verantwortung im Großprojekt von Tradition und Erziehung. Godly Play bietet ihnen dafür unterstützende, geschützte Räume.

Erwachsene
SeniorInnen

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Godly Play / Gott im Spiel in besonderen Situationen

Was trägt mich wirklich im Leben? Auch über klassische Gruppen-Formate hinaus helfen Godly Play / Gott im Spiel-Geschichten, mit dieser Frage umzugehen und gemeinsam nach Antworten zu suchen.

Altersgemischte Gruppen
Seelsorge
Krankenhaus

Godly Play Kurzworkshop in Südafrika

Vom 18.-30.8 war ich bei Missionaren zu Besuch, die seit 25 Jahren im Nordwesten Südafrikas wohnen. Christel und Wolfgang Hermann haben zusammen mit anderen in der Provinzhauptstadt Mafikeng seit 10 Jahren ein christliches Aids-Projekt (Tsibogang Christian Action Group) aufgebaut. In Südafrika ist nach offiziellen Angaben jeder fast Fünfte 15-49Jährige von mit dem Aids-Virus HIV infiziert. Die wirkliche Infektionsrate dürfte aber weit höher liegen. Weil die Jungen vor den Alten sterben, bleiben viele Kinder ohne Eltern zurück und müssen anderswo unterkommen. Tsibogang betreibt neben vielem anderen 3 Kindergärten und an 5 Orten After-School-Programs: Schulkinderbetreuung, wo die Kinder Essen, Hausaufgabenbetreuung, Spielmöglichkeit, Kurse bekommen (mehr Infos zurm Projekt: http://www.koinonia-online.de/koinonia-weltweit/initiative-gegen-aids.php)

Christel Hermann hatte mich gebeten, für die Erzieherinnen einen kurzen Workshop über Godly Play zu machen, an den sich auch ein praktischer Einsatz anschließen sollte. Im Vorfeld dieses Workshops hatten Christel und ich brauchbares Holz und Stoff, Wolle etc. aufgetrieben und mit Nähmaschine (Wüstensäcke), Laubsäge, Sandpapier und Küchensieb drei Sätze Godly Play Material für „Die große Familie“ (Abraham) hergestellt. Ich hatte die Geschichte auf Englisch vorbereitet, Christel übersetzte sie auf Setswana. Die englischen Godly Play Bände 1-4 hatte ich aus Deutschland mitgebracht.

Am 28.8.2012 um 11 Uhr begann der dreistündige Workshop. Wir trafen uns in einer durch viele dicke Sessel sehr engen Rundhütte des Tsibogang-Centers, in die wir auf dem Boden gerade so reinpassten. 9 Setswana-sprachige Erzieherinnen waren gekommen. Ihre Motivation war, den Kindern biblische Geschichten erzählen zu können. Zum Glück sprachen sie recht gut Englisch und Christel half manchmal mit Setswana-Übersetzungen. Drei Stunden hieß: sofort zur Sache kommen, die Geschichte ins Zentrum stellen und ansonsten Gottvertrauen und immer Mut zur Lücke zu haben.

IMG_0276kleinerNach einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Einführung über den Geist von Godly Play machten wir eine Godly Play Stunde zur Großen Familie. Für mich war interessant, dass sich etliche der Teilnehmerinnen in der Response Time zum Nachdenken zurückzogen, während zwei von ihnen sich mit dem Material sogleich neue biblische Geschichten ausdachten.

Teil 2 war dann gleich das Erarbeiten der Setswana-Geschichte in Dreiergruppen, was den Frauen viel Spaß machte. Dass die Geschichte an den folgenden beiden Tagen bereits Kindern erzählt werden sollte, half sicher auch zu viel Konzentration. Christel half beim Anpassen des Setswana-Textes (was verstehen die Kinder wohl, was nicht?), ich ging herum, um mit den Gesten zu helfen und Fragen zu beantworten. Hier merkte ich schon, dass die Tswanas Meister im Geschichten Erzählen sind und sich intuitiv in ihren Ablauf einfühlten.

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Schon am nächsten Tag trafen wir uns zu sechst in einem Außendorf Mafikengs im Rebaone-Center, wo bereits viele Grundschüler eintrudelten und zu essen bekamen. Der Raum wurde gefegt und zwei Teppichstücke ausgelegt und die Kinder erst einmal hinausgeschickt.

Nach einer kurzen Lagebesprechung nahm die erste Erzählerin Platz (sie hatten sich die Geschichte wegen der Kürze der Lernzeit zu dritt aufgeteilt). Christel war die Türperson – diese Rolle hatte ich am Vortag gar nicht erklären können – die Kinder kamen ruhig und gesammelt herein und bald war die Runde mit 25 Erst- bis Drittklässlern vollständig.

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 Die drei Erzählerinnen machten ihre Sache wirklich gut. Beim Wechseln stellte sich jede kurz vor, wechselte ein paar Worte mit der Runde, dann vertieften sich alle wieder in die Geschichte. Obwohl ich kein Wort verstehen konnte, war es toll zu sehen, wie freudig, konzentriert und mucksmäuschenstill die Kinder mitgingen und beim Wondering viel beizutragen hatten.

IMG_0351kleinerComIn der Response Time bewährte es sich, dass wir noch einen zweiten Wüstensack mitgebracht hatten. Schnell bildeten sich ein Jungen- und eine Mädchenrunde darum, viele andere wollten aber auch mit Buntstiften malen.

Besonders beeindruckt hat mich ein sechsjähriger Junge, der die ganze Geschichte mit allen Details behalten hatte und sie nun seinen lauschenden Freunden vorspielte. Spontaner Applaus von ihnen und schon war der nächste dran, wobei eine Art „Stille-Post-Effekt“ die Geschichte jedes Mal weiter variierte.

Die Mädchen spielten mit verteilten Rollen mit den Volk Gottes Figuren – natürlich war Sarah dabei hoch begehrt.


IMG_0354kleinerBeim Fest gab es Serviette und Apfel. Leider konnte es nichts zu Trinken geben, weil aus unerfindlichen Gründen das Wasser gerade abgestellt war. Statt der von Berryman vorgeschlagenen Gebetsrunde das Tischgebet auf Englisch von allen im Chor. Beim Teilen der Apfelstücke war es kein Problem, dass nur die Hälfte der Runde ein zweites Stück bekam (alle ist alle!) – das habe ich bei deutschen Kindern noch nie erlebt!

Auf dem Rückweg durch die staubigen Straßen erzählte mir Christel noch Details, die ich wegen des Setswanas nicht hatte verstehen können. Mir wurde daran deutlich, wie wichtig es auch bei Godly Play ist, kultursensibel zu sein:

Die Kinder hatten das Setswana-Wort für Wüste nicht gekannt, so dass im Setswana-Text erst einmal erklärt wurde, was Wüste ist. Weiter hatten eine Erzählerin eingefügt, dass sie nicht wüsste, warum Abraham alleine zum Beten ging, aber betont, dass er danach zurück zu Sarah zurückkehrte. Denn in Südafrika wachsen viele Kinder ohne Vater auf, weil sich dieser aus dem Staub gemacht hat. So war es auch vielen Kindern wichtig, dass Abraham und Sarah zusammen gingen und immer zusammen blieben.

Einige Kinder mochten, dass die beiden an einem Fluss entlang gingen. Im staubtrockenen Südafrika (es war Winter und hatte seit Mai nicht mehr geregnet) sehr verständlich.

Viele liebten die Hochzeit von Rebekka und Isaak (sie wird ja nur mit einem Satz erwähnt) und ein Mädchen die Beerdigungen, was erst einmal Gelächter auslöste. Später stellte sich heraus, dass die Mutter dieses Mädchens kurz zuvor gestorben war!

Die blaue Wolle, die wir für die Flüsse verwendet hatten, erinnerte die Erzieherinnen an das Erkennungszeichen einer der vielen Sekten Südafrikas. Wir werden sie durch schmale blaue Filz-Streifen ersetzen.
Am folgenden Morgen machten wir einen zweiten Versuch in einem Kindergarten mit 26 zwei- bis fünfjährigen Kindern. Auch hier war die Geschichte gut erzählt. Die noch recht kleinen Kinder waren aber durch uns Zuschauer und manche Störungen durch zu spät kommende Kinder und Handyklingeln recht abgelenkt, was für die Erzählerinnen schade war. Im Feedback versprachen wir uns aber viel davon, diese Geschichte in der nächsten Zeit noch des öfteren wieder zu erzählen.

Reich beschenkt kehrte ich am nächsten Tag nach Deutschland zurück. Wie geht es nun weiter: Als nächstes möchte Christel die Workshop-Teilnehmerinnen ermutigen, die Geschichte als Multiplikatoren an Kolleginnen weiter zu erzählen. Und natürlich wäre weiteres Material für neue Geschichten schön, wobei das Kaufen des Materials für das Projekt viel zu teuer ist. Aber vielleicht gibt es dafür ja mal eine Spende ….

Ulrike Wandtke, Heidelberg,
Mail: uwandtke(at)communitaet-koinonia.de

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Fortbildungen

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Auf Kennenlerntagen erleben Sie zwei Geschichten. Sie lernen in einer konzeptionellen Einführung Godly Play / Gott im Spiel anfänglich kennen und diskutieren Ihre Eindrücke kritisch.

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Erzählkurse

Erzählkurse bieten einen intensive, viertägige Verschränkung von Theorie und Praxis und führen zur Zertifizierung als Godly Play / Gott im Spiel-ErzählerIn.

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In Aufbaukursen erweitern zertifizierte ErzählerInnen ihre Kompetenzen, Godly Play / Gott im Spiel-Prozesse zu leiten, mit unterschiedlichen thematischen Akzenten.

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Unter Sonstige Seminare sind gelegentliche Workshops zum Herstellen eigener Materialien, Übungen zum Leiten der Spiel- und Kreativphase, regionaler Erfahrungsaustausch u.v.m. aufgelistet.

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Neue Materialien jetzt lieferbar

Gute Nachricht aus den Lindenwerkstätten: Die Materialien für die Jesusgeschichten und die Vertiefungsgeschichten zum Alten Testament sind jetzt online bestellbar. Schöne Fotos zeigen genau, was man bekommt, teilweise in mehreren Perspektiven, detaillierte Beschreibungen ergänzen die Bilder.

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Bei der Mitgliederversammlung am 10. März 2018 in Würzburg verabschiedeten sich Ulrike Labuhn und Hans-Jürgen Hinnecke aus der Mitarbeit im Vorstand sowie Rachel McIntyre als Geschäftsführerin unseres Vereins.

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Die drei neuen Gott im Spiel-Bücher wurden  auf der Buchmesse in Leipzig präsentiert.

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Ein Verein organisiert die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Godly Play / Gott im Spiel im deutschsprachigen Raum.

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