Bericht über die Vernetzungstagung im März 2018 von Sheila Whittenberg

Unser Thema dieses Jahr war "Kreativ- und Freispiel fördern und begleiten. Bedeutung und Chancen der Freiarbeit in der Montessoripädagogik und bei Gott im Spiel". ("Gott im Spiel" ist die Weiterentwicklung von Godly Play im deutschsprachigen Raum.) Obwohl die Kreativphase ein sehr wichtiges Element in der Godly-Play-Struktur ist, verbringt man meistens weniger Zeit damit bei Kursen und Fortbildungen. Außerdem haben Erzähler und Begleiter selten die Möglichkeit bei einer Kreativphase mitzumachen, da wir fast immer die leitenden Erwachsenen im eigenen Umfeld sind. Deswegen haben wir uns darauf gefreut, zusammen zu spielen, selbst kreativ zu sein und neue Impulse für die eigene Praxis zu erhalten.
Unsere Tagung begann mit 4 "Material-Geschichten", die aus einer Mischung von GP-Geschichten und klassischen Montessoripräsentationen bestand.

  • Filzen
  • Drei-in-eins Woody Stifte
  • Pastelkreide
  • Wortwerkstatt

Ich besuchte den Workshop über Filzen. Da erzählte Christiane eine Material-Geschichte über Wolle und Filzen. Sie zeigte uns eine Technik, um mit einer Nadel trocken zu filzen. In der Kreativphase danach haben wir alle die Technik ausprobiert.
Zunächst gab es noch eine "Geschichte" über die neu veröffentlichten Bücher von Godly Play deutsch e.V.
Unten kann man Ulrike beim Erzählen sehen. Han Jürgen malt einen Baum (ein bisschen wie beim Senfkorn!), um die Entwicklung von den Büchern darzustellen. Die Bibel liegt nahe den Wurzeln, dann "blühen" die Bücher von Jerome Berryman, und oben wachsen die neuen Bücher von Gott im Spiel, die Weiterentwicklung von Godly Play im deutschsprachigem Raum.

Da unser Zusammensein dieses Jahr um die Kreativphase ging, hat unser Referent,  
Theoriedozent der Deutschen Montessori-Vereinigung und Leiter von Montessori- Diplomkursen, Ulrich Steenburg, über "Die Bedeutung der freien Arbeit in der Montessoripädagogik" vorgetragen. Wir waren ganz Ohr gewesen, als Herr Steenburg von seinen persönlichen und beruflichen Erfahrungen erzählte, und was unsere Haltung als Erwachsene den Kindern gegenüber für die Godly-Play-Praxis bedeuten könnte.
Danach gab es eine Auswahl an interessanten Workshops:

  • Malen, Kleben, Matschen, Putzen
  • Kann ich das? – Kreativ mit Senioren
  • Kreativphase unter erschwerten Bedingungen
  • Religiöse Erziehung - Glaubenserziehung und liturgisches Spiel nach Montessori  
  • "Hilf mir, es selbst zu tun." - Die begleitende Haltung des Erwachsenen in Freiarbeitszeit und Kreativzeit    
  • Inklusiv kreativ für alle  
  • GodlyPlay-Materialenherstellen  

Ich besuchte den Workshop von Montessori-Pädagogin, Karin Kuchenbecker. Karin zeigte uns wie sie sich während der freien Arbeit verhält und wie sie einem Kind eine Einheit zeigen würde. Danach zeigte sie uns zahlreiche Einheiten aus dem Bereich "Praktisches Leben" der Montessori-Pädagogik, die in einem Godly-Play-Raum vorhanden sein könnten.

Am Samstagabend, durften wir eine große, lebendige Version des Gleichnis vom Gastmahl (dank Hans-Jürgen und Heidi!) genießen. Danach gab es ein "Fest" von kreativen Angeboten. Jeder legte los und gestaltete, was er wollte. Und dann gab es auch etwas zu essen!

Am letzten Tag, kamen wir zusammen und reflektierten darüber, was wir mitnehmen wollten. Die Auswertungen und Reflektionen verwandelten sich plötzlich in Papierflugzeuge und sind losgeflogen!

Die gemeinsame Zeit endete mit einem schönen Gottesdienst im "Obergemach".

Gottes Segen, Freude und Spass für eure Godly-Play-Praxis!
Sheila Whittenberg

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